Informatikunterricht - Kultusministerin erfüllt überfällige Bringschuld

Veröffentlicht am 22.11.2017 in Landespolitik

Informatikunterricht an Schulen: Die SPD-Landtagsfraktion sieht im Ausbau des Fachs Informatik an allen weiterführenden Schulen ein wichtiges Signal: „Jetzt hat wohl auch endlich die CDU den Schuss gehört und es können endlich alle Schülerinnen und Schüler auf den digitalen Wandel in ihren Schulen vorbereitet werden.“

Dass im laufenden Schuljahr Informatik erst nur an den Gymnasien ausgebaut wurde, hält die SPD-Fraktion weiterhin für ein Unding. Mit Nachdruck habe man Ministerin Eisenmann für diese Entscheidung in den letzten Monaten immer wieder kritisiert. „Es ist ein Armutszeugnis für eine so reiche Landesregierung, dass sie erst unter massivem Druck bereit ist, alle Schulen im Land auf zukunftsfähige Beine zu stellen“, so ein Fraktionssprecher. „Die Kultusministerin war hier ganz klar in der Bringschuld, die sie nun endlich erfüllt.“

Wichtig seien aber auch die richtigen Akzente in der Lehrerfortbildung, hier setze die Kultusministerin bislang auf das falsche Pferd. „Mit der Zentralisierung der Strukturen im Fortbildungsbereich und mehr Kontrolle durch das Kultusministerium, werden die Lehrkräfte nicht mit den rasanten Entwicklungen der Digitalisierung Schritt halten können“, warnt die SPD und fordert: „Statt punktueller Fortbildungsmaßnahmen brauchen wir Dialogstrukturen vor Ort an den Schulen, sodass die Weiterbildung Teil des Arbeitsalltags der Lehrkräfte werden kann.“
 

 
 

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