Person

Das bin ich

Meine Familie, meinen Heimatort Sülzbach und die Feuerwehr - auch wenn man insbesondere die letzten beiden Dinge schlecht mit auf eine einsame Insel nehmen kann, wäre das doch meine Antwort auf diese gern gestellte Frage.

Doch von Anfang an: Geboren und aufgewachsen bin ich im Heilbronner Land und ich stamme aus einer Arbeiterfamilie. Um genauer zu sein: Mein Vater war gelernter Wagner, am 31. Oktober 1956 kam ich in Sülzbach zur Welt - als eines von vier Kindern. Dass mein Weg in die Politik führte, war kein Zufall. Ich engagierte mich schon früh als Leiter der örtlichen Jungschar des CVJM, regte in der Gemeinde den Bau eines Spielplatzes an. Und ich erreichte, dass der auf dem Schulweg nach Heilbronn überfüllte Bummelzug einen zusätzlichen Waggon bekam.

Den Sozialdemokraten am Ort blieben meine ersten Aktivitäten nicht verborgen und sie gewannen mich 1975 als Parteimitglied. Zu diesem Zeitpunkt trat ich auch der Feuerwehr Obersulm bei. Schon als Lehrling im Fernmeldehandwerk engagierte ich mich auch in der Gewerkschaftsarbeit. Später übernahm ich als Ausbilder und freigestellter Personalrat viel Verantwortung für meine Kollegen.

Ab 1984 beschäftigte ich mich im Gemeinderat intensiv mit der Kommunalpolitik, zehn Jahre später wählten mich die Bürgerinnen und Bürger auch in den Heilbronner Kreistag. Als Regionalgeschäftsführer der SPD war ich bereits 1989 hauptberuflich in die Politik gewechselt. Für mich zählt aber auch die Familie. Mit meiner Frau Susanne, gelernte Krankenschwester, habe ich zwei Söhne - Sebastian und Sören.

Als Nachfolger des SPD-Urgesteins Alfred Schöffler schickten mich die Wähler 2001 für den Wahlkreis 20 Neckarsulm in den Landtag nach Stuttgart, wo ich zu nächst als kommunalpolitischer Sprecher wirkte. Schon 2004 übernahm ich die Leitung des Innenausschusses. Nach der Wiederwahl ins Landesparlament 2006 kürte mich die Fraktion zum Parlamentarischen Geschäftsführer und innenpolitischen Sprecher, der sich auch um Polizei und Verfassungsschutz kümmert.

Von 2011 bis 2016 habe ich als Innenminister unter anderem die Bereiche Polizei, Feuerwehr,  Rettungswesen, Katastrophenschutz, Kommunalwesen und die Kultur und Geschichte der Deutschen im Osten Europas verantwortet. Mit dem Start der neuen Legislaturperiode warten neue Aufgaben auf mich, denen ich mich mit demselben Herzblut und demselben Engagement widmen werde.

Mitte Mai 2016 wurde ich zum Parlamentarischen Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion gewählt. Daher trage ich eine besondere Verantwortung im Bezug auf unsere Landtags-Arbeit, insbesondere gegenüber dem Parlament und den anderen Fraktionen. Auch arbeite ich in dieser Funktion eng mit unserem Fraktionsvorsitzenden Andreas Stoch zusammen.

Mit beiden Beinen am Boden bleiben was oft als Floskel abgetan wird, ist mir ein wichtiges Leitmotiv für meine politische Arbeit. Durch mein Engagement bei der Feuerwehr (als Verbandsvorsitzender und als aktiver Feuerwehrmann in der Abteilung Obersulm-Sülzbach), durch meinen engen Draht zu vielen kleinen, regionalen Vereinen und durch den regelmäßigen Austausch mit Freunden, die ich oft schon seit den Kindertagen kenne, bewahre ich mir eine Bodenhaftung, die ich beim einen oder anderen Vertreter aus den Bereichen Politik und Wirtschaft vermisse.

In meiner Freizeit lese ich gerne ein gutes Buch, entspanne mich beim Sport oder in der Sauna und stehe auch ab und zu am Herd. Für den Landtagswahlkampf 2011 habe ich ein kleines Kochbuch produziert (Die feine rote Küche). In meinem Wahlkreisbüro gibt es noch einige Restexemplare, von denen Sie gerne eines anfordern können.

Im Urlaub zieht es mich gleichermaßen in die Berge und ans Meer. Gerne würde ich mal wieder den Heilbronner Weg in den Ostalpen gehen - vielleicht klappt es ja in diesem Jahr!

Eine ganz besondere Beziehung habe ich in den letzten Jahren zur jüngsten Partnergemeinde Obersulms entwickelt, dem ungarischen Hercegkut. Obwohl diese Partnerschaft erst seit wenigen Jahren besteht, hat sie sich schon zu einer sehr intensiven Beziehung entwickelt. Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Jugendgruppen und offizielle Vertreter unserer beiden Gemeinden pflegen einen regen Austausch. Auch ich bin einmal im Jahr dort und erlebe jedes Mal aufs Neue unvergessliche Momente. Dass man mich dort zum Ehrenbürger ernannt hat, hat für mich eine hohe emotionale Bedeutung.

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