SPD will AKW Neckarwestheim I nach der Wahl abschalten

Veröffentlicht am 21.01.2011 in Kommunalpolitik

Reinhold Gall: „Es ist unverantwortlich, die Bevölkerung der Gefahr dieser Pannenmeiler weiter auszusetzen“

Die SPD-Fraktion hält eine Nachrüstung des Kernkraftwerks Neckarwestheim I, wie es heute die Deutsche Umwelthilfe fordert, für sinnlos. Da dieser alte Meiler ebenso wie Philippsburg I nicht gegen Flugzeugabstürze und damit auch Terrorangriffe gesichert ist, helfe eine Nachrüstung wenig. „Es ist unverantwortlich, die Bevölkerung der Gefahr dieser Pannenmeiler weiter auszusetzen“, erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Reinhold Gall. Und: „Die SPD will diesen alten Meiler als Regierungsfraktion so schnell wie möglich abschalten.“

Gall verwies darauf, dass eine Nachrüstung, die nur annähernd den Stand der Technik und den Schutz vor Terror- und Flugzeugabstürzen umfassen würde, völlig unökonomisch wäre. Eine solche Nachrüstung käme kostenseitig einem Neubau gleich. Deshalb sei auch die Anforderung durch die Bundesregierung, den Meiler binnen fünf Jahren technisch nachzurüsten, nicht umsetzbar. Sie wisse genau, dass dies bei alten AKW, die jetzt acht Jahre weiterlaufen sollten, nicht umgesetzt werde.

 

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