Europäisches Zentrum zur Bekämpfung der Cyberkriminalität eröffnet

Veröffentlicht am 15.01.2013 in Europa

Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

„Die globale Vernetzung und rasante Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien stellen die Sicherheitsbehörden vor eine enorme Herausforderung. Eine nachhaltige Bekämpfung der Cyberkriminalität erfordert ein enges Zusammenwirken der Sicherheitsbehörden nicht nur auf nationaler Ebene“, betonte Innenminister Reinhold Gall in Stuttgart. Mit dieser Aussage nahm er Bezug auf die Eröffnung des European Cybercrime Centre (EC3) in Den Haag Mitta Januar 2013.

Mit diesem Zentrum gegen Cyberkriminalität soll die grenzüberschreitende Bündelung von Informationen und die Unterstützung bei strafrechtlichen Ermittlungen durch eine europäische Zentralstelle voran getrieben werden.

Minister Gall betrachtete die Einrichtung dieses Zentrums als „logische Konsequenz der Bemühungen auf nationaler Ebene“. Allerdings gebe es nicht nur auf Ebene der Nationalstaaten solche Kompetenzzentren, auch in Baden-Württemberg wurde bereits am zu Beginn des Jahres 2012 beim Landeskriminalamt mit der Abteilung „Cyberkriminalität/Digitale Spuren“ eine Abteilung geschaffen, in der Ermittlungen, Auswertungen, Internetrecherchen, IT-Beweissicherung und die Telekommunikationsüberwachung zentral gebündelt werden.

Reinhold Gall unterstrich, dass er es nicht zulassen werde, dass sich die virtuelle Welt zu einem rechtsfreien Raum entwickle. „Von Cyberkriminalität kann jeder betroffen sein, der das Internet beispielsweise für den Zahlungsverkehr nutzt, selbst dann, wenn er sehr vorsichtig ist.“ Daher würden bei der Polizeireform mit der Einrichtung der Kriminalinspektion 5 bei den Polizeipräsidien landesweit schlagkräftige Ermittlungseinheiten zur Bekämpfung der Cyberkriminalität auf regionaler Ebene geschaffen. „Damit sind wir in Baden-Württemberg optimal auf die Herausforderungen bei der Bekämpfung der Cyberkriminalität aufgestellt“, stellte er fest.

 

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