Wo genagt wird, fallen Späne

Veröffentlicht am 26.08.2017 in Pressemitteilungen

Vom Biber gefällter Baum. (Quelle: privat)

Wo genagt wird, fallen Späne

SPD-MdL Reinhold Gall: „Ich unterstütze die Forderung nach Entschädigung für Landwirten entstandene Biber-Schäden“

 

Zur Forderung der Landwirte nach finanziellem Ausgleich für Ausfälle durch Biberschäden und der angekündigten Übergabe von 2000 Unterschriften für ihr Anliegen erklärt Reinhold Gall, Sprecher für Jagd- und Forstpolitik der SPD-Landtagsfraktion und Abgeordneter für den Wahlkreis Neckarsulm:„Ich unterstütze die Forderung nach Entschädigung für betroffene Landwirte, denn wo genagt wird, fallen nun mal Späne. Schäden an Bäumen und wegen Biberdämmen überschwemmte Felder sind die Folgen der Wiederverbreitung des Bibers. Das Nebeneinander von Mensch und Biber ist möglich und wünschenswert, doch die Folgen müssen angemessene Beachtung finden. Ich bin gespannt, was Umweltminister Untersteller anzubieten hat, um Mensch und Wildtier miteinander zu versöhnen.“

Als geschütztes Wildtier, das nicht bejagt werden darf, vermehr sich der nachtaktive Biber in Baden-Württemberg stark. Von erst 1000 Tieren im Jahr 2008 auf schätzungsweise 3500 bis 4000 Biber im Jahr 2016, laut Umweltministerium des Landes. Dem Referenten des Bund für Umwelt und Naturschutz, der in einer dpa-Meldung an Bibern die billigere und bessere Renaturierung als durch Bagger schätzt, entgegnet Gall:

„Unsere Biotope werden überlegt anlegt und der Bagger tut dann planvoll was wir wollen. Der Biber hingegen macht nur, was er selbst will und das führt zu Konflikten mit der Nutzung der Natur durch den Menschen. Biotopvernetzung ist heute selbstverständlich, aber eben gesteuert und verträglich.“

 

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