Unterrichtsausfall auf Rekordniveau

Am 11. Oktober beantragte die Fraktion der AfD eine aktuelle Debatte zum Thema Unterrichtsausfall. Anlass hierzu waren Zahlen, die die tatsächliche Höhe des Unterrichtsausfalls im Land belegen.

In Stuttgart konnten die Eltern die offiziellen Zahlen des Kultusministeriums zum Unterrichtsausfall nicht länger glauben und fragten selbst bei ihren Gymnasien nach. Das Ergebnis der Umfrage der Elternvertretung ARGE war ebenso alarmierend, wie vorhersehbar: knapp 13,49 % des Unterrichts fand nicht wie geplant statt, 7,81 % fiel komplett aus.

Landesweit herrscht großer Unmut über den zunehmenden Unterrichtsausfall an den Schulen. Das Schuljahr 2017/18 markierte einen traurigen Höhepunkt: über alle Schularten hinweg fiel 12,5 % mehr Unterricht aus als im Vorjahr. Besonders eklatant war es an Gymnasien und beruflichen Schulen, dort waren es anteilig sogar 20 % mehr. Und dies angesichts der hervorragenden Bewerberlage in Gymnasialbereich mit über 2.000 arbeitslosen Lehrkräften.

Die Landesregierung wiederum sieht keinen Grund zu handeln. Die Streichung von 1.000 Lehrerstellen soll nach ihrer Aussage keinen Einfluss auf die Unterrichtsversorgung haben. Tatsächlich hat die Landesregierung großen Spielraum. Nicht nur an den Gymnasien stehen zahlreiche Lehrkräfte auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung. Und auch an den Gemeinschaftsschulen könnte man etwas tun, indem man die dort eigesetzten Grundschullehrer an die Grundschulen zurückschickt und an den Gemeinschaftsschulen Gymnasiallehrer einstellt.

Die SPD fordert ganz klare Sofortmaßnahmen um der Situation beizukommen:

  • Rücknahme der Stellenstreichungen 2017 – das könnte sofort umgesetzt werden.
  • Ausbau der Krankheitsreserve um mindestens 20 % auf 2.000 Stellen – das ist ebenfalls jetzt schon möglich mit den Gymnasiallehrkräften.
  • Versorgungsgrad jeder Schule von 106%
  • Aufstockung des Entlastungskontingents
  • Mittelfristig würde es viel helfen, den Beruf des Lehrers endlich attraktiver zu gestalten

Mit diesen Maßnahmen könnte man schnell Abhilfe schaffen, ohne immer nur auf die fehlenden Lehrer zu verweisen um den Unterrichtsausfall zu erklären.

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